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Vorhölle – Der Ketchupraum

Unser Erlebnisraum, die Vorhölle, gab dem Irrationalen eine Bühne – nicht, indem er es erklärte, sondern wörtlich nahm. Auf einem einmaligen Event bekamen BesucherInnen die Chance, eine von vielen möglichen irrationalen Tätigkeiten 1:1 auszuleben.
Die TeilnehmerInnen mussten zunächst eine Einverständniserklärung zur Sinnlosigkeit des Lebens unterschreiben und wurden danach mit Schutzanzügen und je einer Flasche Ketchup ausgestattet. Anschließend durften sie für die Dauer eines zufällig ausgewählten Popsongs (aus einer eigens erstellten Playlist) in einem mit Stroboskoplicht erhellten, blütenweiß ausgemalten Raum Ketchup verspritzen.

Idee, Konzept und Umsetzung: Cin Cin und Ana Yankova
Bautechnische Leitung: Johann Orthofer
„Vorhölle“ war Teil des Kunstevents „Erlebnis ZKF“ der Universität für angewandte Kunst Wien im ehemaligen Hauptzollamt, Schnirchgasse 9, 1030 Wien.

Wie bedanken uns bei FELIX Austria für 333 Flaschen Tomatenketchup, bei 3M für 333 Schutzanzüge und Stross Textilreinigung für 333 Kleiderbügel!

Klasse für Grafik Design, Prof. Oliver Kartak

 

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Verkopftes Betrachten von Kunstwerken und intellektuelles Analysegeplapper soll bewusst vermieden werden. Wir gehen an unsere Grenzen – aber nicht vorwärts, sondern rückwärts gewandt. Wir stemmen uns gegen den Drang, nach mehr im Konzept zu suchen, nach Verbesserung, nach Reife und aufgeblasener Theorie.

Stattdessen bauen wir das Konzept rund um eine von Beginn an gleich bleibende Idee. Wir treffen bewusst Entscheidungen, die mehr dem Bauch als dem Kopf folgen, denn durch den roten Leitfaden des Irrationalen befreien wir uns von dem Zwang, jede Entscheidung durch unwiderlegbare Argumente rechtfertigen zu müssen.

Wir wollen nicht am Weiterentwickeln des Konzepts reifen – wir wollen anhand des Nicht-Weiterentwickelns lernen.

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Auszug aus dem Konzepttext